BERGWANDERUNG - ALPINISMUS

DIE TÜRKISCHE BERGWELT

Ein Blick auf die Landkarte der Türkei zeigt sofort, daß das Land überwiegend gebirgig ist. Auf allen Seiten rahmen Berge die anatolische Halbinsel ein. Als ein Abschnitt der von den Alpen bis zum Himalaya reichenden Gebirgsformation verfügt die Türkei über geologisch sehr verschieden geformte Gebirgsregionen. Die nordanatolische Bergkette verläuft parallel zur Schwarzmeerküste, das Taurusgebirge zieht sich an der Mittelmeerküste hin.
Die prächtigen Berge und Wälder des Landes sind größtenteils unberührt und bieten sich als wunderschöne Naturreservate mit einer außerordentlich reichen Flora und Fauna dar. Zwei der bekanntesten Gipfel sind erloschene Vulkane, der Erciyes bei Kayseri in Zentralanatolien (3917 m) und der Agri (Ararat, 5137 m) in Ostanatolien. Eindrucksvolle Bergketten sind die Rize -Kackarberge mit der höchsten Erhebung (3932 m) in der östlichen Schwarzmeer-region, die Nigde-Aladaglari (3756 m) im mittleren Taurusgebirge und die Cilo-Sat-Berge (4136 m) bei Hakkari im Ostteil des Taurusgebirges.

Am Büyük Agri

Agri-Bergsteiger

Büyük Agri, Gipfelgebiet

Das "Yesil-Kamp"

DER GROSSE AGRI (5137 m)

Der im türkisch-iranischen Grenzgebiet gelegene Große Agri ist ein erloschener Vulkan, der mit seinen 5137 Metern Höhe einen wahrhaft überwältigenden Anblick bietet. Südöstlich davon liegt ein zweiter erloschener Vulkan, der Kleine Agri, auch noch stattliche 3896 m hoch, und zwischen beiden Bergen das 2600 m hohe Lavaplateau Serdarbulak.
Der der westlichen Welt als 'Ararat' bekannte Große Agri trägt ein mit ewigem Eis bedecktes Haupt. Er wird in der Bibel als der Platz, an dem die Arche Noah strandete, erwähnt.
Die Sommer hier sind heiß und trocken, Winter und Frühling sehr niederschlagsreich. Bergsteiger werden des öfteren von turbulenten Regen- und Schneefällen überrascht.
Weideflächen und Hochalmen ziehen sich bis zur Schneegrenze in 3000 m Höhe hinauf.

Wandern und Bergsteigen

Der Große Agrifasziniert Bergsteiger aus aller Welt. Die für die Bergbesteigung günstigste Zeit umfaßt die Monate Juli, August und September, die überwiegend sonnig und niederschlagsfrei verlaufen. Ab 3000 m herrscht jedoch Hochgebirgsklima. Den Gipfel geht man am leichtesten und sichersten über die Südflanke des Berges an. Sie ist unter den Aspekten Begehung, Klettern, Nachrichtenübermittlung, Transport und Sicherheit die beste Route. Auf keinen Fall sollte der Große Agri allein und ohne Führer bestiegen werden.

Verkehrsverbindungen

Die Transitstrecke Trabzon - Erzurum führt an den westlichen Ausläufern des Großen Agri vorbei in den Iran. Die dem Berg am nächsten gelegenen Siedlungzentren Dogubayazit und Igdir werden von dieser Strecke berührt. Von Erzurum bis Dogubayazit sind es 270 km, von dort bis zur iranischen Grenze 33 km. Erzurum ist mit Ankara durch täglichen und planmäßigen Flug, Bahn und Busverkehr verbunden.

Regionale Besonderheiten

Außer vom Großen Agri, der im Grunde eine Region der Almhirten und Sennen ist, wird der Besucher von den Teppichen und Kelims angezogen, die in den Dörfern der Umgebung mit Motiven nach authentischen Vorlagen gewebt werden, wobei das Dorf 'Örtülü' eine führende Rolle spielt. Sehenswert ist der zwischen dem Ishak Pascha-Serail und dem iranischen Grenzübergang durch einen Meteoreinschlag entstandene Krater.
Für Wander- und Klettertouren am Agri ist eine Sondererlaubnis erforderlich, die bei den türkischen diplomatischen Vertretungen im Ausland eingeholt werden kann.

Information: Regionaldirektion Agri
Özel idare Binasi Kat: 4
Tel: (472) 216 04 50
Fax : (472) 215 37-30

Der grosse Ararat

Der grosse Ararat

DIE CILO-SAT BERGE (4136 m)

Die in der Provinz Hakkari liegende Cilo-Bergkette ist die südöstliche Verlängerung des Taurusgebirges auf dem von den Alpen bis zum Himalaya führenden Berggürtel. Der höchste Gipfel in den Cilo-Bergen ist der Uludoruk (Resko) mit 4136 m und der höchste in den anschließenden Sat-Bergen der Catalkaya (Samdi) mit 3797 m. Die Gipfelregionen der Cilo-Berge haben ihr heutiges steilschroffes Aussehen unter dem steten Einfluß von Wasserfällen und Vereisung angenommen.
Unter dem Aspekt ihrer Gletschertopographie und der damit verbundenen Gletscherschmelze und -strömung sind die Cilo-Berge von allen anderen Gebirgsformationen in der Türkei den Alpen am ähnlichsten. Von den zehn über diese Berge laufenden größeren und kleineren Gletschern ist der 'izbirak' als der größte 5 km lang, 500 bis 600 m breit und an manchen Stellen bis zu 100 m dick.
Im Süden der im Winter sehr niederschlagsrechen Bergwelt dehnt sich eine weite trockene Steppen Landschaft aus. In dem von einem Mikroklima beherrschten Tal liegen dörfliche Siedlungen, deren Bewohner Reben- und Obstanbau betreiben.
Mit Ausnahme der Talsenke liegt das ganze Gebiet 2000-3000 m hoch und ist mit alpiner Flora bedeckt, wo die Tiere weiden und Almwirtschaft betrieben wird, die wirtschaftliche Grundlage für die Bewohner der Region.

Wandern und Bergsteigen

Steile, schroffe, gletscherbedeckte Gipfel, Gletscherströme und -seen, reißende Bergbäche machen die Cilo-Berge im höchsten Grade anziehend. Die Bergregion ist heute ein Nationalpark.
Bergwanderungen unternimmt man am besten in den Sommermonaten Juni, Juli und August und in den Vorfrühlingsmonaten Februar/März.

Verkehrsverbindungen

Um die Berge zu erreichen, muß man zuerst per Bus, Bahn oder Flugzeug von Ankara aus nach Van gelangen. Danach empfiehlt sich die 245 km lange Straße bis Hakkari. Den Anstieg beginnt man zweckmäßig in dem Dorf Serpil oder in der noch weiter westlich liegenden Siedlung Dezköy.

Regionale Besonderheiten

In den Cilo-Bergen hat sich eine intensive Almen- und Hirtenkultur entwickelt. Der Anblick der im Sommer auf die Hochalmen ziehenden Einheimischen in ihren traditionallen Trachten ist sehenswert. Berggletscher, forellenreiche Flüsse, in allen Farben des Himmels leuchtende Gletscherseen begeistern jeden Besucher.
Für Wander- und Klettenouren in den Cilo-Sat- Bergen ist eine Sondererlaubnis erforderlich, die bei den türkischen diplomatischen Vertretungen im Ausland eingeholt werden kann.

Information: Regionaldirektion Hakkari
Özel idare Ishani, Kat:2
Tel: (438) 211 6509 -211 4655
Fax: (438) 211 2752

Der Baysee in den Sat-Bergen

Der Uludoruk mit dem Izbirak-Gletscher

DIE KACKAR-BERGE (3932 m)

Das Kackar-Gebirge in der Schwarzmeerprovinz Rize, dem an Niederschlägen reichsten Gebiet der Türkei, ist der Ostabschnitt der nordanatolischen Bergkette. Der Kackar-Kavrun ist mit 3932 m die höchste Erhebung der Kackar-Berge, die durch ständige Gletscherbildung und Wassereinflüsse eine zerklüftete Topographie aufweisen. Das dichte Wassernetz mit seinem honen Kräftepotential und die vielen Seen in den Kackar-Bergen sind einmalig.
Die Kackar-Kavrun Berge sind mit ihrer geologischen Formation in Hinblick auf den Bergsport nach dem Großen Agri und den Cilo-Sat Bergen als das dritte große Gletschergebiet der Türkei von eheblicher Bedeutung.
Beherrscht von feuchtwarmen, fast tropischen Temperaturen, die innerhalb von 24 Stunden nur geringe Unterschiede aufweisen, liegt die jährliche Durchschnittstemperatur in diesem Gebiet bei 14°C. Das Thermometer zeigt den tiefsten Stand im Januar mit 7°C und den höchsten im August mit 22,6°C. Die Kackar- Berge erheben sich zwischen der Schwarzmeerküste im Norden und dem
Yoruh - Tal im Süden. An den Nordhängen haben sich infolge der Höhenunterschiede die verschiedenartigsten Pflanzengürtel entwickelt. Ab Meershöhe bis zu etwa 500 m ü.M. stehen wunderschöne Kastanien-, Weißbuchen- und Rotbuchenwälder, denen sich bis zu 1500 m Höhe ein breiter Gürtel fast undurchdringlichen Mischwaldes gefolgt von reinem Nadelwald bis zur Baumgrenze in etwa 2300 m Höhe anschließen. Dann beginnt die typische Alpenflora. In den weiten, tiefen Tälern an den Süd hängen der Kackar-Berge, in denen trockeneres und sonnigeres Klima herrscht, liegen fruchtbare Felder und Weinberge.

Wandern und Bergsteigen

Die Kackar-Berge bestehen von Ost nach West aus dem Altlparmak, dem Kavrun und dem Varsamba (Vercenik). Davon kann man die beiden erstgenannten sowohl von der Nord- als auch von der Südflanke angehen, den Vasamba jedoch nur über die Nordflanke. Bei Wanderungen in den Kackar-Bergen, sei es auf der im allgemeinen sonnigen Südseite oder auf der nebligen, regnerischen Nordseite, muß man sich unbedingt einem einheimischen Führer anvertrauen, da man sonst mit großer Wahrscheinlichkeit vom Weg abkommt.

Information: Regionaldirektion Rize
Yeni Valilik Binasi, Kat:5
Tel: (464) 213 04 07
Fax: (464) 213 04 06

Im Kackar Daglari-Nationalpark

Kackar-Dorfmädchen

DIE ALADAGLARI IM TAURUS (3756 m)

Das Taurusgebirge auf dem von den Alpen zum Himalaya führenden Berggürtel besteht aus West-, Mittel-, Ost- und Südostabschnitt. Die höchsten Gipfel des hohen, steilen und topographisch regellosen Taurusgebirges liegen im Ost- und Südostabschnitt. Im Mittelabschnitt bilden die Ala-Berge mit 3756 m die höchste Bodenerhebung. Sie liegen in den Provinzen Nigde, Kayseri und Adana zwischen den Flüssen Ecemis und Zamanti. Im Westen der Berge stehen die Dörfer Cukurbag und Demirkazik, die zusammen mit Ulupinar 'Barazama' im Osten die wichtigsten Siedlungen im Gebiet sind. Die höchsten Gipfel in dem von Südwesten nach Nordosten verlaufenden, etwa 50 km langen und 25bis 30 km breiten Gebirgsmassiv sind der Demirkazik im Norden (3756 m), der Kizilkaya in der Mitte (3725 m), der Kaldif im Süden (3688 m) und der Vayvay im Osten (3565 m). In dem Gebirgsmassiv und besonders im Yedigöller- Tal sind die an der Oberfläche dahinfliessenden Gewässer, die sich in karstigen Flußbetten gesammelt haben und oberhalb des östlich gelegenen Dorfes Kapuzbasi als Wasserfälle ergießen, für die unterirdische Karsttopographie und die damit verbundene Karsthydrographie ein interessantes Beispiel. Die als Grenzgebiet sowohl unter dem Einfluß des Mittelforschers und Bergsteigers nehmen im allgemeinen die Route ab Nigde über die Dörfer Camardi und Cukurbag. Der Aufstieg zum Gipfel des Demirkazik beginnt im gleichnamigen Dorf. Diese Dörfer liegen an der Straße Camardi-Nigde. Die Entfernung zwische Nigde nach Cukurbag beträgt 65 km.

Regionale Besonderheiten

Im Sommer sind die Ala-Berge mit Nomaden und Almhirten bevölkert. Die Tiere werden über Nacht auf die Hochebenen geführt, morgens auf die niedriger gelegenen Almen zurückgetrieben und hier gemolken. Das köstliche Durcheinander, das entsteht, wenn die von der Hochalm zurückkehrenden Mutterschafe ihre auf der unteren Alm verbliebenen Lämmchen begrüßen, sollte man einmal gesehen haben. Bedingt durch die Viehzucht ist die Teppichknüpferei und Kelimweberei in den Dörfern ziemlich entwickelt. Man kann hier auch die Teppichknüpferinnen bei der Arbeit bewundern und Einkäufe tätigen.

Information: Regionaldirektion Nigde
Belediye Sarayi, C Blok, Kat:3
Tel: (388) 232 33 92
Fax: (388) 232 47 04

Die Aladaglar

Der Kapuzbasi Wasserfall-Aladaglar

DER ERCIYES BEI KAYSERI (3917 m)

Zu den wichtigsten Bergtourismuszentren in der Türkei sowohl für Bergsteiger als auch für Skifahrer gehört der Erciyes, ein 3917 m hoher erloschener Vulkan im Süden der Ebene von Kayseri. Westlich des Berges liegen die Sultan-Sümpfe und südlich erstreckt sich das Develi- Tal. Der prachtvolle, mit ewigem Schnee bedeckte Erciyes ist der höchste Vulkan in Zentralanatolien, hat einen Durchmesser von etwa 18 km, besteht als ein Stratovulkan abwechselnd aus Lava- und Lockerschichten und ist geologisch betrachtet von großer Bedeutung. Die Sommer in der Erciyes-Region sind heiß und trocken, die Winter kalt, regnerisch und vom Steppenklima beeinflußt. Auf dem in seiner relativ flachen Umgebung hoch aufragenden Erciyes erscheinen die winterlichen Niederschläge überwiegend als Schnee. An der Südseite des Berges liegen zwischen 1100 und 1600 m Höhe terrassenförmig angelegte Obst- und Weingärten. Darüber beginnt alpiner Pflanzenwuchs. Die Bergwiesen an der Ost-, Nord- und Westflanke werden den ganzen Sommer über als Weidegründe und Almen genutzt.

Wandern und Bergsteigen

Zum Gipfel des Erciyes führen zwei Hauptrouten; die eine über die Tekir-Alm am Osthang und die zweite über die Sütdonduran-Alm am Nordwesthang. Am besten geeignet zum Bergsteigen sind die Monate Juni, Juli, August und September.

Regionale Besonderheiten

Erciyes-Besucher sollten nicht versäumen, das Vogelschutzgebiet in den Sultan-Sümpfen und die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Kappadokien-Region zu besuchen.

Information: Regionaldirektion Kayseri
Kagni Pazari,No:61, Melihgazi
Tel: (352) 222 39 03 -231 92 95
Fax: (352) 222 08 79

Großer und kleiner Erciyes

An der Erciyes-Nordwand

DER NEMRUT BEI TATVAN (3050 m)

Der Nemrut bei Tatvan - nicht zu verwechseln mit dem historisch-archäologsch berühmten Nemrut bei Adiyaman - ist ein 3050 m hoher erloschener Vulkan, der sich am Südwestufer des Van-Sees in der Provinz Bitlis erhebt. Südöstlich des Berges liegt die Ortschaft Tatvan und nördlich davon die Kreisstadt Ahlat. Der Nemrut ist der jüngste Vulkan in der Kette ostanatolischer Vulkane. Er ist in der vierten geologischen Formation enstanden, war bis 1441 aktiv und ist ebenfalls ein Stratovulkan. Nach Erlöschen des Vulkans hat sich das bis dahin einheitliche Becken in das Van- und das Musbecken zweigeteilt.

Wandern und Bergsteigen

Die Route zum Nemrutkrater beginnt in Tatvan. Man erreicht den Süd- oder Südostrand des Kraters nach einem normalen, vier- bis fünf- stündigen Marsch. Es ist auch möglich, mit einem Geländewagen zum Krater zu fahren. Wie dem aber auch sei, ein Blick in den Krater lohnt sich auf jeden Fall. Der Nemrut ist ein weitgehend nackter Berg. Nur an der Südseite gedeihen Birken und Eichen. Die beste Zeit für einen Gang zum Krater ist in den Monaten Juni, August und September gegeben. Wenn man den Krater aus südöstlicher oder östlicher Richtung angeht, hat man während des ganzen Aufstiegs die unvergleichliche Schönheit des Van-Sees im Blickfeld.

Information: Regionaldirektion Adiyaman
Atatürk Bulvari, No:148
Tel: (416) 216 1008
Fax : (416) 2163840

DER SÜPHAN (4058 m)

Überall, wo man Fallschirmspringen kann, ist auch Drachenfliegen möglichDieser erloschene Vulkan nordwestlich des Van-Sees in Ostanatolien ragt in eindrucksvoller topographischer Regelmäßigkeit empor und beeindruckt jeden Betrachter durch seine Schönheit. Im Winter ist der Berg mit einer bis zu vier Meter dicken Schneeschicht bedeckt. Sowohl die Dicke der Schneeschicht als auch die günstige Hangneigung prädes-tinieren den Berg für den Wintersport.

Wandern und Bergsteigen

Für die Besteigung des Süphan sind die Ost- und die Südflanke sowohl unter bergsteigerischem als auch unter aussichtsmäßigen Aspekt am besten geeignet.
Der Aufstieg über die Ostflanke beginnt in dem an der Straße Adilcevaz-Erciyes liegenden Dorf Aydinlar, von wo aus das Dorf Kicgilli erreicht wird, in dem bei Bedarf ein einheimischer Bergführer angeheuert werden kann.
Den Südhang begeht man beginnend in der Kreisstadt Adilcevaz südlich des Süphan. Man kann mit dem Wagen bis in das Dorf Harmantepe fahren. Hier beginnt die eigentliche Wanderung oder der Aufstieg zum Gipfel.

Information: Regionaldirektion Van
Cumhuriyet Cad.,No:223
Tel: (432) 216 20 18
Fax: (432) 216 36 75

Süphan Berg

DIE BEY DAGLARI (3086 m)

Diese Berge stellen den Westabschnitt des Taurusgebirges innerhalb der Provinz Antalya dar. Sie erheben sich direkt hinter der gleichnamigen Provinzhauptstadt im Südwesten und ziehen sich in südöstlicher Richtung an der Mittelmeerküste hin. Ihre Höhe schwankt zwischen 600 und 3086 m. Viele der Bey-Gipfel weisen eine charakteristische Morphologie auf. Das trifft besonders auf den Tekedorugu, den Bakirli, den Tahtali und den Kizlarsivrisi, der mit 3086 m der höchste ist, zu.
Dieser generell aus Kalkgestein bestehende Teil der Bergkette ist mit verschiedenartigen Waldgürteln bewachsen und bietet einen eindrucksvollen Anblick. Eine Wanderung in die Bey-Berge beginnt man am besten in der Provinzhauptstadt Antalyoder in den nahegelegenen Orten Kemer oder Elmali. Antalya ist von Izmir und Istanbul aus auf dem Luft-, Wasser- oder Landweg zu erreichen, von Ankara aus auf dem Luft- oder Landweg. Die Entfernung zwischen Antalya und Kemer beträgt 35 km und zwischen Antalya und Elmali 125 km. Der interessanteste Kletterweg in den Bey-Bergen ist der auf den sich direkt an dem westlich von Kemer gelegenen Küstenstreifen erhebenden Tahtali.
Dieser Berg ist 2360 m hoch und bis zu 2000 m Höhe mit verschiedenartigen Nadelbäumen bestanden. Darüber liegen Alm-und Weideflächen.
Der Aufstieg beginnt bei Sogukpinar, das nördlich des Berges liegt und von Kemer aus mit dem Wagen zu erreichen ist. Man legt hier die Wander- und Kletterroute sowie den Zeltplatz fest. Die Gipfelstrecke verläuft parallel zur Mittelmeerküste, wobei die Aussicht sich fast auf Schritt und Tritt ändert.
Die Bey-Berge sind zu allen Jahreszeiten begehbar. Für Wanderungen sind jedoch die Monate April, Mai und Juni am besten geeignet. In dieser Zeit ist das Klima am angenehmsten, und die überwältigende Bergflora bietet sich dem Betrachter in voller Pracht dar.
Den Kizlarsivrisi als den höchsten Gipfel der Bey-Berge geht man von Elmali aus an. Dabei fährt man mit dem Wagen bis zur Camcukuru- Alm, die den Südwesthang des Gipfels bildet. Die Umgebung ist mit Zedernwäldern bewachsen. Das Lager wird auf der Camcukuru-Alm aufgeschlagen. Von hier aus lassen sich Gipfelauf- und abstieg bequem an einem Tag bewältigen.

Information: Regionaldirektion Antalya
Tonguc Cad.T.R.T.yani,No:11
Tel: (242) 343 27 59 (3 Hat)
Fax: (242) 343 27 58

Kizlarsivrisi - Bey Berge

Tahtalisivrisi - Bey Daglari

DIE BOLKAR-BERGE (3524 m)

Die zwischen den Flüssen Göksu im Westen und Pozanti im Osten emporragenden BoIkar- Berge bilden den höchsten Teil im MitteIabschnitt des Taurusgebirges. Sie liegen innerhalb der Provinzen Nigde im Norden und Mersin im Süden.
Diese Berge bestehen überwegend aus Kalk- und Dolomitsedimentgestein. Sie sind neben einer charakteristischen Gletschertopographie von der Karstmorphologie gezeichnet.
Alte und neue Eisbildungen bedecken weite Teile der Bolkar-Berge an der Nordseite. Obwohl die Hochregionen der Bolkar-Berge unter Gletschereinfluß und die tiefer liegenden Gebiete unter Wassereinfluß stehen, hat sich hier kein ausgeprägtes Wassernetz entwickelt.
Das Gemisch aus Riffkalk- und Dolomitgestein bietet dem Wasser keine Möglichkeit, sich zu sammeln. Es versickert deshalb unten am Berg im Boden. Die reiche unterirdische Karsttopographie und -hydrographie ist durch diese einsickernden Wasser mengen entstanden, die als die großen 'Karstquellen' bei Pozanti und Sekerpinar wieder austreten. Die höchsten Erhebungen des Bolkar-Gebirgsmassivs sind der am besten über die Nordflanke begehbare Medetsiz (3524 m), der Koyunasagi (3426 m), der Tahkaya (3372 m) und der Egerkaya (3347 m).

Information: Regionaldirektion Mersin (Icel)
Ismet inönü Bulv.,No:5
Tel: (324) 238 32 70-237 97 45
Fax: (324) 238 32 73

Bolkar Berge

DIE MERCAN (MUNZUR)-BERGE (3462 m)

Sie sind die in nordöstlicher Richtung laufende Verlängerung des Mittleren Taurusgebirges innerhalb der Provinzen Tunceli und Erzincan. Die höchste Erhebung dieser stufenförmig aufgebauten Berge ist der Akbaba (3462 m). Die zerklüfteten Kalksteinberge haben eine spitzige Gipfeltopographie. Die Wanderung über die Berge beginnt man am besten in Erzincan im Norden oder in der Kreisstadt Ovacik im Süden der Provinz Tunceli. Nach Erzincan gelangt man sowohl mit dem Flugzeug als auch mit Bahn und Bus. Ovacik ist nur mit dem Wagen zu erreichen.
Nach Tunceli fährt man entlang am Fluß Munzur über 70 km bis Ovacik, das im mittleren Abschnitt der Ovacik-Munzur-Bergkette liegt. Bersteiger beginnen den Aufstieg zu den hohen Gipfeln der Munzur-Berge in Ovacik.

Information: Regionaldirektion Erzincan
Fevzipasa Cad. Yazicioglu Ishani No:19/2
Tel: (446) 223 06 75 - 223 37 92
Fax: (446) 21431 89

Die Mercan (Munzur)-Berge

INFORMATION UND BERGSPORTORGANISATIONEN

TOURISMUSMINISTERIUM
Generaldirektion für Information
Ismet Inönü Bulv. No: 5 Ankara
Tel: (312) 212 83 00
Fax : (312) 213 68 87

BERGSPORTFÖDERATION
Sanayi Cad. Nüzhet Atay Ishani. 2/22 Ulus - Ankara
Tel: (312) 3101578
Fax: (312) 3101578

GENERALDIREKTION FÜR JUGEND- UND SPORTABTEILUNG SKISPORT
Ulus Ishani 4. Kat No: 406, Ulus - Ankara
Tel: (312) 310 38 60
Fax : (312) 311 0764

TÜRSAB
Verband türkischer Reiseagenturen
Ayten Sokak No: 33, Tandogan - Ankara
Tel : (312) 2120474-75
Fax : (312) 2132216