MENTALITÄT

FOLKLORE

Die lebendige, türkische Volksmusik, die ihren Ursprung in den Steppen Asiens hat, unterscheidet sich gänzlich von der klassischen Musik, wie sie am Hofe der osmanischen Sultane aufgeführt wurde. Bis vor kurzem gab es noch keine Niederschriften der Lieder, trotzdem gerieten sie im Laufe der Jahrhunderte nicht in Vergessenheit.
Die Janitscharenmusik, eine eindringliche Militärmusik, wird heute noch von dem "Mehter Takimi" in Originalkostümen zu festlichen Anlässen aufgeführt und stammt aus Zentralasien. Holz- und Blechblasinstrumente, Trommel, Triangel, Lyra und Schellenbaum sind die Instrumente der Kapelle.
Musik der " Mevleviler" (Tanzenden Derwische) wird beherrscht von dem eindringlichen Ton der Rohrflöte - "ney" - und ist während der Mevlana-Gedenkfeiern in Konya alljährlich im Dezember zu hören.
Jedes Gebiet der Türkei hat zudem seine eigenen musikalischen Gepflogenheiten.
Volkstanz
Hier die bekanntesten Tänze, die in charakteristischer Tracht getanzt werden:
" Horon" - Dieser Tanz ist an der Schwarzmeerküste zu Hause und wird von Tänzern in engen, schwarzen Anzügen mit reichem Silberschmuck aufgeführt, die sich in einer Reihe untergehakt zu den schnellen Rhytmen des "kemençe" einem einfachen Saiteninstrument, bewegen.
" Kasik Oyunu" -Der 'Löffeltanz' wird zwischen Konya und Silifke von farbenfroh gekleideten Tänzern und Tänzerinnen getanzt, wobei der Rhytmas mit zwei Löffeln, die alle Tanzenden in jeder Hand kastagnettenähnlich aneinander schlagen, betont wird.
" Zeybek" - Dieser ägäische Tanz wird von den "efe", Tänzern in kriegerischen Kostümen aufgeführt und symbolisiert Mut und Tapferkeit.
" Kiliç Kalkan" - Der kriegerische. Schwertertanz soll an die Eroberung der Stadt Bursa durch die Osmanen erinnern.

Kars Folklore

Mädchen in Tracht

Tanz aus der Schwarzmeerküste

VOLKSBRÄUCHE

GASTFREUNDSCHAFT
Der Türke, seinem natürlichen Gefühl folgend, ist ein reizender und großzügiger Gastgeber. Selbst der ärmste Bürger möchte seinen Gast (konuk) auf bestmögliche Weise ehren. Ein Gastmahl dauert oft Stunden. Doch es wird nicht nur für das leibliche Wohl des Gastes gesorgt, man möchte sich auch mit ihm unterhalten, wobei Sprachschwierigkeiten schnell überwunden werden. Ein großer Teil der Mittelklasse-Bevölkerung kann sich in einer Fremdsprache verständlich machen, aber auch für den, der einer fremden Sprache nicht mächtigen gelingt Kommunikation meistens mit beachtlichem Erfolg.
Das "kahve"
in dem die Männer sich treffen, um Neuigkeiten auszutauschen, Kaffee zu trinken oder "tavla" (Backgammon) zu spielen, findet man in den kleinsten Ortschaften des Landes. In Istanbul und Bursa trifft man manchmal sogar noch einen Wasserpfeifenraucher im Kaffeehaus an.
Das 'hamam'
Wegen der strengen Reinigungsvorschriften im Koran gibt es in der Türkei schon seit dem Mittelalter öffentliche Badehäuser "hamam". Männer und Frauen baden getrennt. Ist in einer Stadt nur ein Badehaus vorhanden, steht dieses Männern und Frauen zu unterschiedlichen Zeiten zur Verfügung. In dem von den Badekabinen umgebenen Raum steht in der Mitte der "göbektasi". Auf diesem Stein- oder Marmorsockel streckt sich der Badegast mit einem "pestemal" um den Unterkörper zum Schwitzen aus, um sich anschließend von einem "telak" (für die Herren) oder einer "natir" (für die Damen) die alte Haut abrubbeln und massieren zu lassen. Diese Prozedur hat nicht nur eine gründliche Reinigung zur Folge, sondern ist auch Kreislauf fördernd.
VOLKSHELDEN
Nasreddin Hodscha, der türkische 'Eulenspiegel', aus Aksehir lebte im 13. Jahrhundert. Seine weisen Schwänke sind weit über die Grenzen der Türkei hinaus bekannt. Die Nasrettin Hoca -Festspiele finden jedes Jahr vom 5. bis 10. Juli in Aksehir statt.
Karagöz hat im 14. Jahrhundert in Bursa gelebt und ist als Schattenspielfigur unsterblich geworden. Er war ein Mann aus dem Volke, der mit seinem spöttischen Witz seinen prahlerischen Freund Hacivat stets überlisten konnte. Die Schattenspielpuppen werden aus buntbemalten, transparenten Ledern hergestellt.
Yunus Emre, Volksdichter, lebte im 13.Jh. und hat in schlichter, eindringlicher Sprache die Botschaft von Nächstenliebe, Freundschaft, Brüderlichkeit und der Gnade Gottes verkündet. Noch heute sind seine Gedichte mit ihren immer aktuellen Themen lebendig.
KörogIu - Die Abenteuer des Dichters und Streiters für die Armen und Unterdrückten, dessen Mut und Treue legendär geworden sind, erzählt man sich noch heute. Seine Gedichte sind als ein Aufruf zum Kampf gegen die Ungerechtigkeit immer noch aktuell.
NATIONALSPORTARTEN
" Yagli Güres (ÖI-Ringkampf) ist der Nationalsport der Türken. Jedes Jahr im Juni finden Wettkämpfe in Kirkpinar bei Edirne statt. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, reiben sich die Kämpfer mit Olivenöl ein.
"Cirit Oyunu" (Wurfspeer-Wettkampf) ist eine waghalsige Reitkunst, bei der die galoppierenden Reiter jeder Mannschaft Wurfspeere schleudern, die aufgefangen werden müssen. Diese Art von Wettkampf wird vorwiegend in der Osttürkei ausgetragen.
Kamelringkämpfe - Selcuk bei Izmir
Stierkämpfe - Hochebene Kafkasör bei Artvin.

Nasreddin Hodscha

Hamam

Ölringkampf

EINKAUF

Die Türkei ist ein einziger Basar. Neben den modernsten Konsumgütern finden Sie auch die von den Bauern der Umgebung angefertigten Handarbeiten 'und Gebrauchsgegenständen sowie kunsthandwerkliche und dekorative Dinge.
Die beliebtesten und bekanntesten Kaufobjekte sind Teppiche, Silberwaren, Kupfer-, Messing-, Keramikwaren, Schmuck, Lederwaren, Schnitzereien aus Meerschaum, Onyx und Holz.
Die türkischen Lederwaren sind zu empfehlen. In allen größeren Städten führen Spezialgeschäfte alle Arten von Kleidungsstücken zu günstigen Preisen. Herrliche Gegenstände aus Onyx in allen Farben und hervorragend gearbeitet, Tavla (Backgammon)- und Schachspiele, Lesestützen für den Koran (rahle), Badesandaletten (takunya) oder Kästchen in allen Formen und Größen aus Holz mit Silber- oder Perlmutintarsien sind sehr beliebte Andenken. Das Auswählen wird Ihnen bestimmt großen Spaß machen, denn sicher werden auch Sie die Türkei ohne ein Erinnerungsstück an Ihren Urlaub nicht verlassen wollen.

Bitte beachten Sie:
Lassen Sie sich für Ihre Einkäufe immer den Kassenbon / die Rechnung geben, den / die Sie bitte aufbewahren. Sollten Sie sich beim Einkauf oder durch eine Dienstleistung übervorteilt bzw. betrogen fühlen, richten Sie Ihre Beschwerde bitte an den

Ordnungsdienst der Stadt ( Zabita, Tel. : 153 ) oder
per Fax an die Abteilung für Verbraucher- und Wettbewerbsschutz im
Industrie- und Handelsministerium
T.C. Sanayi ve Ticaret Bakanligi Tüketicinin ve Rekabetin Korunmasi Genel Müdürlügü, Tandogan - Ankara,
Tel: (312) 286 03 65 Fax: (312) 287 92 40

Elf Tore führen ins Labyrinth des Kapalcarsi. Das Gassengewirr des Bedeckten Basars, heute zumeist Großer Basar genannt, versetzt den einen in Kaufrausch, den anderen leitet es in die Irre.
Ein Tipp: Der Basar fällt zum Goldenen Horn hin ab, an der Neigung der Gassen kann man sich orientieren.

Unter den Kuppeln des Kapalicarsi liegen sechzig Gassen mit einer Gesamtlänge von geschätzten acht Kilometern. Bis zu einer halben Million Besucher suchen täglich den weltweit größten Basar auf. In 4.500 Läden bieten 20.000 Händler und ihre Gehilfen die prachtvolle Ware feil. Im 16. Jahrhundert unter Mehmet II. erbaut, war der Kapalicarsi das erste Haupthandelszentrum Istanbuls, Umschlagplatz für Waren und Meinungen. Heutzutage hat der Große Basar außerdem eine weitere Funktion: Er gehört zu den größten Touristenattraktionen Istanbuls. Beim Anblick der Waren vergisst der eine oder andere Besucher seine guten Vorsätze. In dicken Paketen für die Luftfracht verschnürt, kommt das Mitbringsel wenige Wochen nach Ende der Reise zu Hause an.
Hier findet sich alles in Hülle und Fülle, was sich in vergleichbarer Qualität anderorts nur schwer oder gar nicht find-et: Goldschmuck, Silbergeschirr, Lederwaren, Stoffe, Kelims, Gewürze ... Der Pracht und Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Zum Teil werden die Waren in den zum Basar gehörigen Karawansereien hergestellt, zum Teil kommen sie aus anderen Teilen des Landes. Aber eines haben sie alle gemein: Sie sind in Handarbeit hergestellt, von höchster Qualität und zu einem unschlagbaren Preis zu erwerben.
Unter den Kuppeln rollen die türkischen Lira. Feilschen ist erlaubt. Hier gehört es sogar zum guten Ton.
Basare von heute
Die Basare der Einheimischen heißen heut ein der Türkei so wie überall, nämlich Shopping Malls. Der größte Shopping Mall Istanbuls ist das Akmerkez im Stadtteil Etiler. Hunderte von Läden auf vier Stockwerken. Und wenn man auch nicht feilscht, wie im Basar- Handeln ist auch hier erlaubt. Was Bekleidung betrifft, führt Akmerkez alle großen Marken, denn türkischen jungen Leuten kann es nicht international genug sein.
Elitäre Nostalgie
In den erhobenen Schichten dagegen legt man wieder mehr Wert aufs Eigene. Die Elite besinnt sich freilich nicht auf die anatolische Volkskunst. Was sie anzieht, ist der verfeinerte osmanische Geschmack. Die ästhetische Avantgarde Istanbuls ist im großbürgerlichen Viertel Nisantasi zu Hause, wo sich nur selten Touristen hinverirren.
Dabei ist der Stadtteil mit seinen Jugendstilhäusern und der barocken Tesvikiye- Moschee durchaus einen Ausflug wert.
Türkische Modeschöpferin setzt internationale Trends
Gegenüber der Moschee in der Atiye-Gassehat Gönül Paksoy ihre Räume. Bei ihr gibt es nur Unikate, und unverkennbar trägt alles ihre Handschrift. Nicht der osmanische Pomp inspiriert Paksoy, sondern die Materialien, besonders die Stoffe und die Farben des Lebens im Palast. Aus einer Künstlerfamilie stammend hat Paksoy früh mit der Malerei begonnen. Auch als sie sich für die Wissenschaft entschied und an der Universität Chemie lehrte, ließen die Farben sie nicht los. Als sie über die alten Techniken der Naturfärberei promovierte, war der Weg zurück zur Kunst geebnet. Heute ist Paksoy eine Schule. Ihr Stil ist nicht kopierbar, doch die jungen Designer können sich ihrem Einfluss nicht entziehen. Alle Stücke werden im eigenen Haus gefärbt. "Ich fange nicht mit einer Zeichnung an", sagt Paksoy, "sondern mit der Schere. Erst wenn Material und Farben harmonieren, greife ich zum Stift." Die Kunden kommen aus Nisantasi und von weit her. Aus Japan beispielsweise, wie der Modeschöpfer Kenzo, den Paksoy zu ihren Freunden zählt. Von Kenzo entworfene Krawatten mit Paksoys Farben gibt es nur in der Atiye Gasse in Nisantasi. Originelle und ausgefallene Einkaufsmöglichkeiten gibt es natürlich auch in vielen anderen Stadtteilen.
Neue Tulpensachlichkeit
Teppiche und Kelims sind der größte Beitrag der Türken zur islamischen und zur Weltkultur. Zahlreiche Bücher klassifizieren die Muster und die Farben. Wer wagt sich da auf neue Wege? Natürlich eine Frau. In ihrem Studio Elements in Nisantasi zeigt Mine Mert (Bild nebenan) neue Kelims, die ganz türkisch sind und trotzdem die Sachlichkeit von heute ausstrahlen. Im anatolischen Konya lässt sie ihre Stücke aus Naturgefärbter Wolle herstellen. Das Design jedoch stammt von ihr. Da finden sich Anklänge von Tulpen, Pflanzen- und Mäandermustern, Kacheln und osmanischer Kalligrafie, doch alles streng zurückgenommen, in weichen Farben; hellbraun, rot und lila dominieren. Die einzelnen Elemente des Designs stammen aus Miniaturen und Kalligrafien, aus den Verzierungen osmanischer Gewänder und dem Palastgeschirr. "Wir haben lange gebraucht, die eigenen kulturellen Schätze zu entdecken", sagt Mine Mert. Ihre Stilisierung osmanischer Formen hält traditionelle Techniken am Leben und haucht den Formen neues Leben ein.

Ausgewählte Adressen:

Basar (Kapali Carsi)

Akmerkez

 

Istanbul-Beyazit
Yeniceriler Caddesi

Istanbul-Ulus/Etiler
Nispetiye Caddesi,
Tel. 0090 / 212 -282 01 70

Gönül Paksoy Magazasi
Atiye Sokak No. 6/A und 1/3
Istanbul- Tesvikiye
Tel.: 0090 / 212-261 90 81
Elements Yer Dokumalari
Istanbul-Nisantasi,
Güzelbahce Sokak 5 Daire 3,
Tel. 0090 / 212 -231 97 33

Yumak Yün Evi - Besiktas ( Fr. Samiye KORKMAZ )
Büyük Besiktas Carsisi 179Tel: 0090 / 212-236 09 64
. In dieser Boutique sind Sie herzlich willkommen. Je nach Wunsch werden hochkarätige und einzigartige Design-Pullover, Kleidungen aus Seide, Angora etc. angefertigt. Natürlich per Hand.

Grosser Basar Istanbul

Obststand

Grosser Basar Istanbul

UNTERHALTUNG UND NACHTLEBEN

Eine große Auswahl an Unterhaltung bietet die Türkei Ihnen, wenn Sie abends ausgehen wollen. Das Staatliche Symphonieorchester, Staatsoper und Ballett bringen unter Leitung namhafter türkischer und ausländischer Dirigenten und Regisseure die Werke in- und ausländischer Komponisten in Istanbul, Ankara und Izmir. Neben Aufführungen türkischer Theatergruppen finden von Zeit zu Zeit auch solche ausländischer statt. Eine andere Art der Unterhaltung bieten die Nachtclubs mit ihren reichen, bunten Programmen. Warum sich nicht einmal bis zum Morgen in einem türkischen Nachtclub amüsieren? Mit der letzten Mode gehen die Diskotheken in den Ferienorten und großen Städten.
Wenn die Sonne untergeht, und die Moscheen wie schwarze Scherenschnitte vor der roten Kugel stehen, dann ist es höchste Zeit, sich über die Gestaltung des Abends - und der Nacht - Gedanken zu machen.
Haben Sie Istanbul schon bei Nacht gesehen? Angestrahlte Minarette, warme Lichter - die Weltstadt erscheint in einer farbenfrohen Pracht. Zum Beginn eines schönen Abends empfiehlt sich ein schönes Restaurant, zum Beispiel im Stadtteil Sultanahmet. Die dortigen Lokale befinden sich in wunderschön restaurierten, byzantinischen und osmanischen Gebäuden. Als Hafenstadt hat Istanbul besondere Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten zu bieten. Wer die türkische Kultur pur erleben will, kann dies im "Orient House" tun. Die Folkloredarbietungen sind sehenswert. Nur in Istanbul kann man in einer Nacht auf zwei Kontinenten feiern. Am Bosporus wird man von einem Motorboot abgeholt -15 Minuten und einen Aperitif später ist man in Asien, in Kadiköy. Hier lohnt es sich, die türkische Küche mit ihren vielen Einflüssen zu kosten. Jedes Gericht ist ein eigenes Universum von Gewürzen und Soßen.
Ab Mitternacht geht's los
Nach den abendlichen Gaumenfreuden steht das Istanbuler Stimmungsbarometer auf Ausgelassenheit. In den Nachtclubs tobt auch wochentags das Leben. In Ortaköy, wieder auf europäischer Seite, laden die schöne Uferpromenade mit tollen Restaurants und schicke Clubs wie das "Laila" zum Nachtschwärmen ein. Dorf tanzt auch Istanbuls Prominenz - Schauspieler, Models und Starfußballer. Paparazzi warten auf den neuesten Schnappschuss - wer kommt mit wem, wer trägt was? Am Tag darauf kann man es in der Boulevardpresse nachlesen.
Als Alternative zum schicken Club dient das "Kemanci" im Viertel BeyogIu. In dieser Rock-Bar machte die Jugendkultur einen gewaltigen Schritt nach Westen. Auf drei Stockwerken spielen Live-Bands und begeistern die Massen. Beyoglu wartet mit gemütlichen Bars und angesagten Clubs auf. Hier kann man auch des Nachts in Designerläden shoppen. In den Straßen reihen sich Kinos, Theater, Kaffeehäuser, Restaurants und Unterhaltungsplätze aneinander. Das Viertel pulsiert - Abendland und Morgenland, Folklore und Moderne verschmelzen. Rap und Elektrobeats vermischt sich mit klassischen türkischen Klängen - die Musikszene ist hier besonders aktiv und innovativ.
Bodrum - ein Muss für Nachtschwärmer
Nur ein Ort in der Türkei kann sich in punkto Nachtleben mit Istanbul messen:
Bodrum war schon immer für Superlative gut. Hier, an der ägäischen Küste, ließ König Mausolos 350 v. Chr. sein Grabmal bauen. Dieses erste Mausoleum gab später allen großen Grabstätten seinen Namen. Bodrums Name kommt vom lateinischen Petronium, der riesigen St. Peters-Festung, die die Kreuzfahrer über tausend Jahre später bauten. Heute misst sich die Größe Bodrums nach Diskos, Bars und Clubs. In keiner anderen türkischen Stadt gibt es so viele davon wie in Bodrum, wo man besser tagsüber schläft. Denn hier wird die Nacht zum Tag gemacht.
Am besten beginnt man den Abend in einem der extravaganten Restaurants - Bodrum ist auch der Ort mit den meisten Künstlern und Intellektuellen. Am Hafen überblickt man scheinbar endlos viele Schiffsmasten - wer es sich leisten kann, hält sich hier eine Yacht. Parallel zum Strand verläuft die Amüsiermeile "Cumhuriyet Caddesi", auch "Bar-Straße" genannt. Nachts hat man hier einen wundervollen Ausblick auf die prachtvoll angestrahlte Festung. Nach einem Bummel vorbei an edlen Butiken kommt man zum "Pide Platz", der mit köstlichen Snacks und Imbissen aufwartet.
Ein Muss in Bodrum ist die Küba-Bar mit minimalistischem Dekor und Salsarhythmen. Die Halikarnas-Disko sollte man ebenfalls nicht verpassen. BBC hat sie einst zur schönsten Diskothek der Welt gewählt. Show-Einlagen und die gigantisch große Tanzfläche unter dem Sternenhimmel sind die Attraktionen im Bodrumer Nachtleben. Den Gästen der Clubs bedeuten die tausend Kilometer, die Bodrum von Istanbul trennen, gar nichts. Wer in Bodrum Bekannte aus dem Kemanci oder Laila trifft, verliert kein Wort darüber, dass man jetzt in einer anderen Stadt zusammensitzt.

Ausgewählte Adressen:

Ciya
Kadiköy-Istanbul
Caferaga Mah.
Güneslibahce Sok. 43
Tel: 0090/216-330 31 90

5.Kat (5.Stock)
Istanbul-Beyoglu/Cihangir
Soganci Sok.7

Küba
Bodrum-Merkez
Neyzen Tevfik Cad. 62
Tel: 0090/352-313 44 50

Kemanci
Istanbul-Beyoglu/Taksim
Siraselviler cad. 69
Tel: 0090/212-251 30 15

Halikarnas
Bodrum, Cumhuriyet Cad. 178
Tel: 0090/252-316 12 37

Laila
Ortaköy-Istanbul
Muallim Naci Cad. 141-142
Tel: 0090/212-327 26 21

Restaurant in Ayvalik

Restaurant

Kaffeehaus

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Süleiman Moschee bei Nacht - Istanbul ------------------------------------Kizkulesi bei Nacht - Istanbul